Verkehrsströme
Motorisierter Individualverkehr
Die Neugestaltung des Strassenraums Schmiede Wiedikon sieht vor, die Schmiede Wiedikon für den motorisierten Individualverkehr zu sperren. Der stadtauswärtsfahrende Verkehr wird dadurch über die Zurlindenstrasse-Zweierstrasse um die Schmiede herum geführt, was zu einer massiven Verkehrszunahme auf diesen Abschnitten und Belastung der betroffenen Anwohner führt.
Der Abschnitt Zurlindenstrasse verzeichnet durch das Projekt eine Verkehrszunahme um 6'000 Fz/Tag bzw. 150% (!) auf neu 10'000 Fz/Tag. Der Abschnitt Zweierstrasse erfährt eine Verdoppelung der heutigen Verkehrsbelastung. Der Verkehr passiert durch das veränderte Verkehrsregime ausserdem 2 zusätzliche Verkehrsknoten, was zu noch mehr Staus und Behinderungen führt. Wie die Stadt hier von einer Quartieraufwertung sprechen kann, ist v.a. aus Sicht der betroffenen Anwohner und Gewerbetreibenden kaum nachvollziehbar.
Veloverkehr
Die Neugestaltung des Strassenraums sieht ebenfalls vor, die Schmiede Wiedikon für den Veloverkehr zu sperren. Die Situation für Velos ist nach dem Umbau infolgedessen unerträglich. Diese werden wie der motorisierte Individualverkehr um die Schmiede herum, das heisst über die Abschnitte Zurliendenstrasse-Zweierstrasse, geführt. Sogar die Grünen haben diesen Teil des Projekts in der Gemeinderats-Kommission moniert. Man baut Umwege für Fahrräder, die sowieso keiner auf sich nimmt. Folge davon wird sein, dass die Velos trotz Verbot die Schmiede Wiedikon passieren werden, was zu einem ernsthaften Sicherheitsproblem für die Fussgänger wird. Die Fussgänger teilen ihren Verkehrsraum mit den Trams, Bussen und unkontrolliert passierenden Velos. Die Fussgänger werden mit der Neugestaltung hohen Sicherheitsrisiken ausgesetzt, was wiederum in Widerspruch mit der durch die Stadt propagierten Quartieraufwertung steht.
Öffentlicher Verkehr
Die Projekt der Stadt sieht ausserdem vor, die stadteinwärts fahrenden Regionallinien neu über die Schmiede Wiedikon zu führen, wodurch sich die Frequenzen das öffentlichen Verkehrs im Verkehrsraum Schmiede Wiedikon v.a. in den Spitzenzeiten einer kritischen Grösse nähern. Wie hierbei das Funktionieren einer gemischten Zone, d.h. eines gemeinsamen Verkehrsraums für öV, Fussgänger (und Velos, die sich nicht an die Umleitung halten) gewährleistet werden soll, ist schwer nachvollziehbar.
Fussgänger
Die Fussgänger auf der Schmiede Wiedikon werden durch das neue Verkehrsregime erheblichen Sicherheitsrisiken ausgesetzt. Den Strassenraum mit permanentem Tram, Bus und Veloverkehr (der sich nicht an die Umleitung hält) aus zwei Richtungen im Sinne einer gemischten Zone teilen zu müssen, führt für die Fussgänger zu einer klaren Abwertung gegenüber der heutigen Situation. Ideologisch getrieben versucht die Stadt mit horrenden Geldmitteln aus der Schmiede Wiedikon einen Platz zu machen, der nie einer sein kann.
Abstimmung vom 13. Juni 2010 über die Neugestaltung des Strassenraumes Schmiede Wiedikon
Nein zur Fehlplanung
Nein zum Objektkredit
Die Neugestaltung wertet Quartierstrassen ab und führt zu unerträglichen Staus